Ich hoffe ihr habt alle brav unser Abschneiden auf Gran Canaria verfolgt. Studiert man die Abschlusstabelle, fällt leider auf, dass die Zugwängler und Münchener ausnahmslos in der hinteren Tabellenhälfte gelandet sind:

 

Tabelle nach Wertung nach der 9 Runde.
Rk.
   
Nombre
FED
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Ptos.
TB1
TB2
TB3
1
alt
GM
Vallejo Pons,Francisco
ESP
*
1
0
1
½
½
½
½
1
1
6.0
24.75
0.0
4
2
alt
GM
Nyzhnyk, Illya
UKR
0
*
1
0
½
1
1
½
½
1
5.5
22.00
0.0
4
3
alt
GM
Granda Zuniga,Julio E
PER
1
0
*
½
1
½
0
1
0
1
5.0
21.75
0.0
4
4
alt
GM
Mecking, Henrique
BRA
0
1
½
*
½
0
½
½
1
1
5.0
20.00
0.5
3
5
alt
GM
Ragger, Markus
AUT
½
½
0
½
*
0
1
½
1
1
5.0
20.00
0.5
3
6
alt
GM
Bromberger, Stefan
GER
½
0
½
1
1
*
½
0
0
1
4.5
19.25
0.5
3
7
alt
MI
Kindermann, Stefan
AUT
½
0
1
½
0
½
*
½
1
½
4.5
19.25
0.5
2
8
alt
GM
Hertneck, Gerald
GER
½
½
0
½
½
1
½
*
0
1
4.5
19.00
0.0
2
9
alt
GM
Mateo, Ramon
DOM
0
½
1
0
0
1
0
1
*
0
3.5
16.75
0.0
3
10
alt
WGM
Vega Gutierrez,Sabrina
ESP
0
0
0
0
0
0
½
0
1
*
1.5
5.75
0.0
1

Dies ist allerdings keine Schande, da alle drei Münchener auf 50 Prozent gekommen sind, und zum Teil sehr überzeugend gespielt haben. Aus meiner Sicht war dies das Turnier der Talente – Vallejo, der stärkste Spanier, Nyzhnyk, der jüngste Großmeister der Welt, Granda Zuniga, der ehemalige peruanische Weltklassespieler und ein begandeter Naturschachspieler, Mecking der in den 70er Jahren stärkste Spieler Südamerikas, Ragger, der stärkste Österreicher seit 50 Jahren – nicht zu vergessen der Erztaktiker Stefan Bromberger, und neben Milov wohl der stärkste deutsche Internationale Meister, der es noch nicht bis zum Großmeister geschafft hat. Aus diesem Turnier kam kein Spieler außer Vallejo mit weniger als zwei Verlustpartien heraus, was auch an der Sofia-Regel lag, wonach vor dem 30. Zug kein Remis angeboten werden durfte. Mein schlechtes Abschneiden möchte ich übrigens auch damit entschuldigen, dass mein Sekundant Martin leider verhindert war...

Ein ausführlicher Bericht aus meiner Feder mit Partiekommentierung erscheint in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Schach. Ich nutze die Gelegenheit, dem Sponsor Roman Krulich, der das ganze Turnier vor Ort anwesend war, und durch spannende Live-Partien belohnt wurde, nochmals für die Austragung zu danken.

Zusatz Stefan Kindermann:

Dazu möchte ich doch noch anmerken, dass ich meine Partie gegen Ragger aus der ersten Runde definitiv nicht als „Niederlage“ werten kann:

In der Schlussposition nach dem 41.Zug hatte ich drei Mehrbauern im Endspiel, der Computer zeigt +4,5, viele Spieler hätten schon längst aufgegeben-ein Blick auf die Schlußposition genügt. .

Das Problem war nur, dass ich die dort angewandte, sehr moderne Bedenkzeitregelung ohne Zeitzugabe nach dem 40.Zug noch nie gespielt hatte und gar nicht wusste, dass sie zur Anwendung kommt-der Schiedsrichter hatte das zu Anfang nur auf Spanisch verkündet. Bei meinen sämtlichen Turnieren, sei es Olympiade, Europameisterschaft oder Bundesliga gab es nach dem 40.Zug eine Zeitzugabe, also überschritt ich völlig entspannt und ahnungslos die Zeit…

Wahrscheinlich werde ich die Partie nächste Woche noch für die Homepage kommentieren, Dijanas großer Abschlussbericht ist auf der Akademie Seite .

In meiner „internen Abrechnung“ habe ich jedenfalls drei Partien gewonnen und nur eine verloren, was +2 und den geteilten zweiten Rang bedeuten würde.

   
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