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Zugzwang I top!

Die erste Mannschaft vom MSA Zugzwang 82 hat sich mit einer sehr ausgewogenen und überzeugenden Teamleistung für die Bayerische Blitzmannschaftsmeisterschaft qualifiziert. Mit der Aufstellung Gerald Hertneck, Daniel Krklec, Ulrich Dirr, Bernhard Gerstner und Felix Brychcy konnte am gestrigen Sonntag in einem 24-rundigen Turnier der dritte Platz erreicht werden. Nachdem Bayern München bereits vorqualifiziert war, reichte der dritte Rang, um eine der beiden Fahrkarten nach Würzburg zur Bayerischen Meisterschaft zu ergattern.

 

Pünktlich um zehn Uhr trafen wir uns zusammen mit den anderen Spielern von Zugzwang - wir hatten auch noch eine zweite Mannschaft im Rennen: Berthold Karcher, Herbert Gstalter, Boris Krklec und Robert Ibisch - in der TU Mensa in der Arcisstraße. Um elf Uhr startete das Turnier nach einer kurzen Begrüßung durch den Turnierleiter und Zugzwang-Mitglied Stephan Hösl. Zusammen mit der Münchener Mannschaftsblitzmeisterschaft wurde gleichzeitig auch die Oberbayerische ausgespielt. Da es von der Anzahl der teilnehmenden Mannschaften her aufging, wurde in einer großen Gruppe ein vollrundiges Turnier ausgetragen. Fünfzehn Münchener und zehn oberbayerische Mannschaften spielten die jeweils zwei Qualifikationsplätze aus.

Erfreulicherweise waren wir in der ersten Mannschaft fünf Spieler, sodass wir ein Rotationsprinzip von Brett 2 bis 4 einsetzten. So konnte jeder der Spieler jede vierte Partie pausieren und so neue Kräfte sammeln, was sich bei einem solchen langen Turnier auszahlen sollte. Von der Auslosung wurden wir allerdings kalt erwischt und mussten leider schon gleich zu Beginn gegen die Favoriten Bayern München I (2. Runde) und Tarrasch I (9. Runde) antreten, weshalb wir hier zwei deutliche Niederlagen einkassierten. Gegen Bayern noch völlig schläfrig gingen wir ½ zu 3½ unter. Lediglich Gerald konnte seinem Großmeisterkollegen Michael Bezold ein Remis abtrotzen. Gegen Tarrasch in Runde neun lief es dann schon besser, nur hatte leider Daniel einen Aussetzer und musste mit Mehrfigur aufgeben, weil er ein gegnerisches Schachgebot ignoriert hatte. Ergebnis: 1 zu 3. Dies sollten aber unsere einzigen Niederlagen bleiben!

Insgesamt spielten wir sehr ausgewogen und immer wenn ein Spieler mal einen Aussetzer hatte, konnten mit Siegen der anderen alles wieder ausgewetzt und der Mannschaftssieg sichergestellt werden. Die Ausgewogenheit wird auch durch die Statistik der einzelnen Spieler belegt:

1. Gerald Hertneck 21 Punkte aus 24 Partien
2. Daniel Krklec 14/19
3. Ulrich Dirr 14/18
4. Bernhard Gerstner 12 1/2 /18
5. Felix Brychcy 13 1/2 /17

Gerald verlor nur eine Partie auf absurde Weise, Daniel vier, ich selbst zwei, Bernhard drei und Felix auch drei. Dafür haben wir zehnmal mit dem Maximalergebnis von 4:0 abgeschlossen, insgesamt nur zwei Kämpfe verloren, zweimal 2:2 gespielt und den Rest - zwanzig Mal! - gewonnen. Zum Beispiel auch gegen den Oberligisten Gröbenzell, den wir 3:1 (und das war noch schmeichelhaft) abfertigten. Wobei Felix gegen den stärksten Gegner mit ca. 2370 ELO standhalten konnte. Auch unsere Gegner vom letzten Mannschaftskampf in der Landesliga, Ingolstadt, konnten wir souverän bezwingen. Gegen die zweite 2½ und gegen die erste von Ingolstadt sogar 3½, wobei Felix gegen das Brett 1 der Landesligamannschaft gewinnen konnte. Am Ende sprang ein ungefährdeter dritter Platz heraus, mit vier Punkten Vorsprung auf den Viertplatzierten.