Münchner Mannschaftsmeisterschaft ( MMM )


v Tabelle

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SC Garching 1980 3 ** 4 5 4 5 6 4 11 - 3 32,5 - 23,5
2. FC Bayern München 4 4 ** 4 4 4 10 - 4 33,5 - 22,5
3. MSA Zugzwang 82 2 3 ** 4 6 9 - 5 31,0 - 25,0
4. SF Dachau 1932 1 4 4 4 ** 4 6 8 - 6 31,0 - 25,0
5. Schach-Club Vaterstetten 1 4 4 ** 5 5 4 7 - 7 29,0 - 27,0
6. SC Neuhausen 1908 1 3 4 3 ** 5 4 4 - 10 24,0 - 32,0
7. SC Tarrasch 45 München 3 2 ½ 2 3 3 ** 5 4 - 10 20,0 - 36,0
8. SF Deisenhofen 1 4 2 4 4 3 ** 3 - 11 23,0 - 33,0

Am Mittwoch, dem 14. März traten wir auswärts beim SC Neuhausen an. Nachdem Stefan P. nicht am vereinbarten Treffpunkt auftauchte, waren wir abermals nur zu siebt. Peinlich und vielleicht Anlass, die anmaßenden Siegertypen in "Siebenertypen" umzubenennen!? Auf jeden Fall ließen wir uns wieder nicht lumpen und schraubten die Gegner mit 5,5:2,5 auseinander. An Brett 1 siegte mal wieder der unbesiegbare Martin Motl. Sein Gesamtscore für Zugzwang dürfte nun bei 12/13 liegen! Sein Gegner Basener machte sich durch seinen selbstmörderischen Zeitverbrauch die Sache noch schwerer als sie ohnehin war.  An 2 kam Jochen Habermann (auch bekannt als "Habakuk", "Habermas" oder schlicht "Bub") gegen mich schlecht aus der Eröffnung, doch lief ich in Zeitnot in ein Dauerschach. Brett 3 ließen wir frei. An Brett 4 besiegte Thomas Tibitanzl Thomas Staudacher. An 5 verlor Stefan H. gegen Marinko Jukic, nachdem er eine Qualität eingestellt hatte. An Brett 6 das unvermeidliche Drama Gazmend gegen N.N.: die Computerbewertung zeigt achterbahnartige Amplituden an und am Ende steht ein voller Punkt für ZZ. An Brett 7 und 8 gewannen Günter und Thomas Hiereth souverän ihre Partien, letzterer war nach einem Figureneinsteller seines Gegners frühzeitig nach Hause gefahren. Sportlich gesehen ein schöner Erfolg, nach dem wir faktisch auf einem Aufstiegsplatz stehen, da weder Bayern noch Garching aufsteigen dürfen, da sie bereits mit einer Mannschaft in der Regionalliga Südwest vertreten sind. Siehe auch:http://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/muenchen/ergebnisse/spielplan.htm?ligaId=309

Im nächsten Kampf (diesen Freitag zuhause gegen Dachau) werden wir hoffentlich vollzählig sein - der Gegner dürfte stärker sein als zuletzt!

Freitag 9. März:

Zu siebt treten wir gegen die junge Truppe vom SC Vaterstetten an. Mannschaftsführer Günter konnte nicht mehr rechtzeitig Ersatz für Mauro Bonacci auftreiben. An Brett 1 schlägt Martin souverän den starken Youngster Tobias Bigalke in einer strategischen Musterpartie im Lf4-Grünfeld-Inder. Leider untersagte er mir aber die Veröffentlichung per einstweiliger Verfügung, da er in der Analyse kleinere technische Schwächen in der Verwertung entdeckt hatte. Brett 2 ließen wir frei. An 3 hatte ich große Schwierigkeiten nach einer verfehlten Abwicklung gegen meinen jungen Gegner Rafael Nitsche-Hahn und konnte am Ende heilfroh sein, ins Remis zu entwischen. An Brett 4 lieferte Helmut ein sicheres Remis ab. An Brett 5 sicherte Thomas in der letzten noch laufenden Partie den knappen Mannschaftssieg, als er in einem ursprünglich ausgeglichenen Endspiel seinen Gegner überspielte. Von Brett 6 bekam ich nicht viel mit, außer dass die Partie remis wurde. An Brett 7 schoss Gazmend den Vogel ab. Er hatte eine gute Stellung, opferte dann unmotiviert eine Figur, stand auf Verlust, spielte unverdrossen weiter, bis sein Gegner die Nerven verlor und sich sehenswert einzügig mattsetzen ließ.

An 8 verlor Günter seine Partie, von der ich leider auch nix mitbekommen habe. Ein kurioser Kampf, bedenklich stimmte trotz des Sieges natürlich die Tatsache, dass wir nur 7 Spieler zusammenbekamen.

Im zweiten Kampf in der Bezirksliga mussten wir beim Schachclub Vaterstetten antreten. Leider gab es bei der Aufstellung massive Probleme, so dass wir blamablerweise nur zu siebt antraten. Zudem entwickelte sich der Kampf recht schnell zu unseren Ungunsten: an Brett eins hatte unserer Topscorer Martin Motl (11/12 seit er für ZZ spielt!) zwar keine Probleme mit einem starken Gegner Tobias Bigalke und lieferte eine strategische Musterpartie ab, obwohl er wohl mehrmals den kürzesten Weg zum Gewinn verpasste. Deshalb untersagte er mir auch per einstweiliger Verfügung die Veröffentlichung seiner Partie. Schade! Brett 2 ließen wir frei. An Brett drei bekam ich eine schöne Stellung gegen die damenindische Aufstellung meines jungen Gegners Rafael Nitsche-Hahn, verdarb sie jedoch in Zeitnot zu einem Endspiel mit Minusbauern, das ich mit viel Glück ins Remis retten konnte. An Brett vier lieferte Helmut ein solides Remis ab, die Partie an 5 sollte sich zur spannendsten un matchentscheidenden entwickeln. An Brett 6 spielte Stefan Huber Remis, über diese Partie weiß ich leider nix zu berichten, und an 7 spielten sich Dramen auf verschiedenen Ebenen ab, zwei temperamentvolle Spieler saßen sich gegenüber: Alexander Frenkel und Gazmend Gashi. Gazmend hatte einen schönen Bauern in der Eröffnung gewonnen und seinen Vorteil dann durch ein unmotiviertes Figurenopfer in den Wind geblasen. Am Schluss hatte er im Endspiel eine Figur weniger und kämpfte ums Remis bis sich unvermutet plötzlich die Gelegenheit zu folgedem einzügigen Matt ergab:

 

Die zweite Mannschaft musste im Auftaktspiel in der Bezirksliga gegen BayernFedern lassen. Nachdem Mannschaftsführer Günter auf Mauro und Roman verzichten musste, nominierte er als Ersatz Stefan P. und Helmut. An Brett 1 trat Martin gegen Jörg Wengler an und erreichte mit Schwarz eine zumindest bequeme Stellung. In Zeitnot aber kam ihm eine Qualität abhanden, und er musste sich ins Remis fügen. An Brett 2 stellte Andreas Jüttner gegen Felix  2 Bauern noch in der Eröffnung ein und gab nach 14 Zügen auf. An Brett 3 konnte Helmut gegen den starken Manfred Herich zunächst noch mithaltenschließlich jedoch setzte sich dessen überlegenes Positionsspiel durch. Stefan P. an Brett 4 büßte in der Eröffnung nach einem ungenauen Zug einen Bauern ein, konnte aber etwas Druck entwickeln. Der Gegner verteidigte sich jedoch gut und als er sich konsolidiert hatte, war Stefans Stellung nicht mehr zu halten. Thomas (Brett 5) besaß gegen Momir Jovanovic lange eine verteidigungsfähige Stellung, in der kritischen Phase vor der Zeitkontrolle aber ließ er einen Läufer stehen und musste aufgeben. Stefan H. an Brett 6 hatte nach einem Bauernopfer in der Eröffnung den Gambitbauern zurückbekommen und stand wohl auf Gewinn. Auch hier ging der Vorteil aber flöten und am Ende kam in der letzten noch laufenden Partie nur ein Remis heraus. An Brett 7 hatte Gazmend eine gute Stellung erreicht. Die einzige Chance des Gegners auf Gegenspiel bestand in einem Opfer auf g6, was aber zuverlässig gedeckt war - jedenfalls bis Gazmend sich entschied das zu ändern. Gegen die danach entstehende Bauernwalze war er machtlos. An Brett 8 schließlich konnte Mannschaftsführer Günter seinen Vorteil nicht in einen vollen Punkt ummünzen, so dass am Ende ein 2,5:5,5 zu Buche stand. So wird das nix mit einem Aufstieg! In der entscheidenenden Partiephase fehlte uns in zu vielen Partien die notwendige Konzentration. In dieser Verfassung muss sich die 2. Mannschaft wohl erst mal auf das Ziel Klassenerhalt umorientieren.