Gegen die dritte Vertretung von Sendling wollten wir unser Punktekonto in den positiven Bereich bringen.
Und dann geschah: Dass sich Stefan und Thomas ins Remis fügten wegen fehlender göttlicher Eingebung.
Engel Alois war vermutlich wieder im Hofbräuhaus hängen geblieben.
Bald darauf mussten Heiko, Torsten und Pierre Konkurs anmelden mangels Masse.
Zwanzig Minuten vor der ersten Zeitkontrolle stand es 1 – 4 gegen uns.
Und für die letzten 45 Züge verfügten drei Zugzwangler noch über gefühlte sieben Minuten. Sechseinhalb davon hatte der Captain, die restlichen Sekunden teilten sich Julian und Christian.
 
Halleluja!
 
Der einzige Spieler weit und breit ohne Zeitprobleme war Yegorkin an 7. Eine Qualität hatte er auch mehr. Dafür stand er unter der Gefahr, matt gesetzt zu werden – so ist ein weißer Bauer auf g7, ein weißer Springer auf f5 und ein schwarzer König auf g8, „geschützt“ durch Bauern auf f7 und h7 – nicht ganz das, was man gemeinhin unter „solide und sicher„ versteht.
Um seine Leiden zu verkürzen beschloss er zunächst einen Turm und dann den König einzustellen.
Christian fand die Idee mit dem Bauern auf g7 auch ganz toll. In Ermangelung eines Springers deckte er diesen mit einem zweiten Bauern auf f6.
Unnötig zu sagen, dass sich auch hier der schwarze König auf g8 verkrochen hatte (mit Bauern auf f7 und h7 – Thematurnier) und unter schwerem Asthma litt.
Der Gewinn hat dann noch etwas gedauert, war aber nie gefährdet.
 
Beim virtuellen Stand von 3 – 4 fudelte sich Julian in gewohnter Manier über die Zeitkontrolle und hatte dann ein Endspiel mit Mehrbauern, welches objektiv vermutlich nicht zu gewinnen ist.
 
Was Julian in einer derart angespannten Situation bei kurzer Bedenkzeit wieder und wieder aus sich und der Stellung herausholt nötigt allergrößten Respekt ab. Ein großartiger Kämpfer für die Mannschaft, ein wahrer Held!
 
   
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