Kein Fortschritt beim Klassenerhalt

Auch wenn das Herz blutete, war ich willens, Thomas H., unser Brett 1, an ZZ2 abzugeben. Das Brett blieb leer, da kein Spieler mit DWZ > 1500 mobilisierbar war. Desweiteren war Herbert G. an Brett 4 für Eugen eingesprungen. Die 2. Mannschaft von Sendling liegt derzeit auf Platz 3 und hat im Schnitt etwa 120 DWZ Punkte mehr als wir. Wie will man so Mannschaftspunkte für den Klassenerhalt gewinnen?

SC Stadtwerke hatte bisher keine Punkte. Daher war klar, dass wir bei einem Sieg unsere Abstiegssorgen los sein würden - weit gefehlt!

Schon lange vor der Partie war klar, dass Sven zu ersetzen war. Daher hatte ich Boris eingeladen bei uns zu spielen - er hatte dankbar zugesagt. Eine dreiviertel Stunde vor der Partie hat mich Stefan P. angerufen, er schaffe es nicht zu der Partie. Auf der Suche nach einem Ersatzspieler wurde ich telefonisch nicht fündig. Herbert G. war nicht erreichbar, Alexander sagte ab. Im Schmeller war helle Aufregung: Jan-Philip wurde in der Zwischenzeit wohl vorgeschlagen. Als ich aber sah, dass Maximilian B. noch vom Jugendtraining da war, habe ich ihn kurzerhand nominiert, da ich mich von seinen Qualitäten schon bei der MEM2011 überzeugen konnte.

Aber zum Spiel: Ich hatte mit weiss einen Königsinder am Brett, habe Sämisch gespielt und die Pläne nicht gekannt. Leider vereinfachte sich die Stellung so, dass ich kein Potenzial für ein Weiterkommen sah. Mein Gegner bot Remis - ich prüfte die Lage an den anderen Brettern. Maximilian stand leicht besser, Boris fragte mich, ob er Remis machen darf, Thomas an Brett 1 hatte leichten Vorteil (Turm gegen Läufer und Bauer), bei Werner kannte ich mich nicht aus, Eugen stand o.k. Maximilian vereinberte Remis: ein super Erfolg und ein Danke Schön von uns allen. Ich stimmte dem Remisgebot zu, Boris vereinbarte dann auch Remis - eine halbe Stunde später machte auch noch Herbert K. Remis: 2:2.

Ausser Spesen nichts gewesen!

Wir traten in  Stammbesetzung an. In dem ASZ am Kolumbusplatz gibt es gute Spielbedingungen. Natürlich waren wir noch beflügelt von unserem Sieg in Haar. Aber nach einer halben Stunde war nur noch konzentriertes Grübeln in den Gesichtern zu erkennen.

Es fing gut an. Martin ist wieder der erste, der einen Punkt holt, dann vereinbart Herbert mit dem Mannschaftsführer von Tarrasch ein Remis an Brett 2. Zum Glück hatte ich zuvor schon meine Fotos gemacht. Selbst war ich von meiner Partie so absorbiert, dass ich beim Herumgehen nicht wirklich beurteilen konnte, wer gut oder schlecht steht. Allein bei meinem Nebenmann, Sven, hatte der Königsflügel etwas vom 'Tag der offenen Tür'. Kurz nach der Zeitkontrolle schien sich das Blatt gegen uns gewendet zu haben.

ZZ3 gewinnt mit 6,5-1,5 das muss man nicht kommentieren!
 

Es ist natürlich immer schön die Saison gleich mit einem Heimspiel zu beginnen. Nach dem Aufstieg in die A-Klasse ist es erst mal selbstverständlich, dass jeder Brettpunkt in der neuen Klasse, in der die meisten Mannschaften 100-200 DWZ Punkte im Schnitt mehr haben, als Erfolg zählt.

Leicht ersatzgeschwächt sehen wir uns einer seit dem letzten Jahr verstärkten Mannschaft von Schach-Union München 1 gegenüber, die von ihrem zweiten Vorstand und dem Heimschiedsrichter unserer ersten Mannschaft, Winfried Dormann, eine Sonderbetreuung erfährt. Der Kampf entwickelt sich mit 2 Remis an den hinteren Brettern durch Herbert G. und Stefan P. erst mal ganz gut. Etwa nach der Zeitkontrolle steht es dann 2,5:2,5. Sven hat einen ganzen Punkt eingefahren, Werner ein Remisangebot angenommen und Eugen verloren. Danach musste unser 2.Brett, Herbert K., der die ganze Partie unter Druck stand, sich auch geschlagen geben. Berthold's Gegner hat sich zwar noch über die Zeitkontrolle gerettet, hat dann aber doch ein Einsehen und gab sein Endspiel verloren - 3,5-3,5. Am Ende stehen beide Mannschaften um das 1.Brett von Thomas H., dessen Stellung schon sehr gedrückt war. Zudem in Zeitnot, kann er sich nicht retten. Der Endstand 3,5-4,5 war gegen diese Mannschaft SUM1 kein wirklicher Verlust?!

   
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