In der letzten Runde, im ASZ am Westpark gegen Sendling 4, ging es nicht weniger als um den Aufstieg der 4. Mannschaft und um das zweite 'Triple' der Vereinsgeschichte. Erstmals gelang dies 2006 als unsere drei Mannschaften Zugzwang I,II und III aufstiegen.
Die 5te hatte schon vorgelegt und bei uns war es hochwahrscheinlich, dass es klappen könnte.

Aber uns fehlten 3 Stammspieler, die ich durch Abhinav, Hans W. und Phil H. ersetzen konnte.
Den Ersatzspielern gab ich die Bretter 1,2 und 8 zur Wahl - Abhinav, der von mir als erster befragt wurde, gab an lieber das (eher unambitionierte) 8. Brett zu übernehmen. Hans und Phil übernahmen dann Brett 2 und 1. Leider zeigte sich schon bald, das Phil keinen Gegner hatte und somit mit Martin Erik blitzte, der als Premiumkiebitz unseres Vereins da war - er vermutete wohl die Story seines Lebens.
Nun ist die 4. Mannschaft nicht berühmt für exzentrische Ausfälle und somit wird es nichts mit Geschichten, die noch jahrelang an den Herdfeuern von Zugzwang zu erzählen sein werden.
Also +/- für Phil und Abhinav mit seiner Gegnerin um die 1200DWZ. Das schien doch relativ sicher. Erst beim späten Umtrunk musste ich mir erzählen lassen, dass Abhinav mit verlorener Dame kurz vor der Niederlage stand, seine Gegnerin aber im Siegeseifer Abhinavs Mattmöglichkeiten unterschätzte und dann doch noch verlor(2:0).
Obwohl Gerd souverän Vorteile einheimste, war gegen Ende - mit beiden Damen und je einem Ross auf dem Brett - seine Stellung doch so angreifbar, dass er ins Remis einwilligte (2,5:0,5).
Unser sehr geschätzter Maxi, nachträglich ob seiner Spielweise hochgelobt von Herbert, machte wieder eines seiner Spiele, bei denen er seinen Gegner bedrängt und besiegt und hinterher äußerlich ganz cool bleibt(3,5:0,5).
Hans hatte es an Brett 2 mit dem stärksten Spieler von Sendling zu tun und hatte bald eine gedrückte Stellung mit schwarz. Seine Figuren waren nicht sehr beweglich, aber die konkrete Endphase hatte ich dann doch nicht miterlebt (3,5:1,5).
Links neben mir saß Boris, der seine fabelhafte Quote 6 aus 6 anstrebte und auch diesmal durch überzeugendes Spiel erreichte (4,5:1,5).
Herbert hatte in der Phase schon deutlichen Vorteil und musste noch etwas warten, bis sein Gegner sich geschlagen gab (5,5:1,5).
An Brett 3 mit weiss hatte ich einen Slaven gegen mich und zwar - man lernt ja immer wieder etwas Neues - die Soultanbeieff Variante (1. d4 d5 2. Nf3 Nf6 3. c4 c6 4. Nc3 dxc4 5. a4 e6). Man kann bei Wikipedia nachlesen, dass Victor Soultanbeieff in der Ukraine geboren ist und nach dem ersten Weltkrieg nach Belgien emigrierte dort bis zu seinem Lebensende lebte. Trotz scheinbar guter Erföffnung machte Schwarz dann doch eher unpassende Züge, was es mir dann erlaubte, im 22. Zug die Qualität zu gewinnen. Somit schien nur noch solides Spiel zu bedürfen. Aber weit gefehlt. Scharz hatte das Läuferpaar und konnte überraschend am Königsflügel Drohungen aufstellen, die zum Ausgleich führten. Das musste ich leider zur Kenntnis nehmen und bot Remis, welches mein Gegner kommentarlos durch Weiterspielen ausschlug. Er wähnte sich im Vorteil, den er objektiv aber nicht hatte sondern. Es war eben nur Ausgleich. Mir gelang es bei nicht genauem Spiel von Schwarz die Damen zu tauschen und dann noch einen seiner beiden Läufer. Somit war der Ausgleich (ich hatte ja noch die Qualität mehr) vorbei und der Gewinn nur noch eine Frage der Zeit (6,5:1,5).
Die Verbliebenen Schachfreunde, Gerd, Herbert, Martin, Maxi und ich, feierten dann noch den nun klar verdienten Aufstieg im "Wirthaus in Sendling" in der Roßhaupterstraße (Herbert berichtete, dass dies selbst etwa 10 Jahre das Spiellokal von Zugzwang war). Dort erfragte Martin die Info via Robert vom erfolgreichen Sieg der 6.Mannschaft.

Damit ist das 'Triple' perfekt.

Gratulation an die Stamm- und Ersatzspieler der drei Mannschaften Zugzwang IV, V und VI.

Berthold

   
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