Die 2. Runde der Vereinsmeisterschaft 2017 zeigte sich kämpferisch: Erstens wurden alle Partien eindeutig entschieden, zweitens passierte dies in vier von fünf Partien erst im Endspiel und drittens spielten Jason und Stephan sowie Lorenzo und Christian über 5 Stunden lang bis an die Schließung des Bürgerheims heran. Leider hatte der harte Zapfenstreich um Mitternacht auch Auswirkungen auf die Partien selbst: Stephan konnte seine über mühevoll über mehrere Stunden lang verteidigte Stellung unter dem Zeitdruck nicht mehr halten und gab nach 78 Zügen um Mitternacht freiwillig auf.

Um für den Rest des Turniers zu vermeiden, dass die Schließung des Bürgerheims um Mitternacht irregulären Einfluss auf die Partien nimmt, wird ab der 3. Runde mit verkürzter Bedenkzeit gespielt: 90 Minuten für die ersten 40 Züge sowie 15 Minuten für den Rest der Partie. Für jeden Zug gibt es 30 Sekunden Zeitgutschrift.

Eine erfreuliche Nachricht noch zuletzt: Heiko, der in der 1. Runde leider erkrankt war, steigt nachträglich ins Geschehen ein!

Ergebnisse

Ergebnisse der 2. Runde
TischTNrTeilnehmerTitePunkte-TNrTeilnehmerTitePunkteErgebnisAt
1 4. Hösl,Stephan   (1) - 1. Brozio,Jason   (1) 0 - 1  
2 2. Wied,Christian   (1) - 10. Torricelli,Loren   (1) 1 - 0  
3 6. Nasarek,Daniel   (½) - 3. Koch,Herbert   (1) 1 - 0  
4 5. Ostwald,Tobias   (0) - 9. Anderson,Viktor   (0) 1 - 0  
5 8. Müller,Lilianne   (0) - 7. Glück,Ulrich   (0) 1 - 0  
6 13. Hannemann,Heiko   (0) - 11. spielfrei   (0) + - -  

Zu den Partien

In der Partie zwischen Daniel und Herbert fiel die Entscheidung an diesem Abend zuerst: In Anlehnung an Herberts Partie in der ersten Runde versuchte Daniel mit gegensätzlichen Rochaden und Bauernsturm an beiden Flügeln in taktische Gefilde vorzudringen. Dabei gelang Daniel die Öffnung der g-Linie gegen den kurz rochierten König, Herbert erhielt die offene c-Linie gegen den lang rochierten weißen König. Im weiteren Verlauf der hier gezeigten Stellung optimierte Daniel zunächst die Stellung seiner Angriffsfiguren und opferte dann sehenswert per Sg5!. Wenig später geriet Herberts König auf der nun offenen h-Linie in das entscheidende Mattnetz:

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Wie schon gesagt: Alle weiteren Partien vertagten sich ins Endspiel - auch Viktor mit den schwarzen Steinen konnte sich stundenlang sehr stark gegen Tobias und dessen Angriffsbemühungen erwehren. Auch in der knapper werdenden Zeit fand Tobias zunächst keinen Weg zu echtem Vorteil und musste lange warten, bis er im Springer- und Läufer-Endspiel die bessere Übersicht behielt und mittels eines Freibauern am Königsflügel die Partie für sich entschied.

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Die Partie Lilianne gegen Uli plätscherte zunächst relativ ereignislos vor sich hin, bis Uli während eines Figurentauschs Lilis ungedeckten weißen Springer auf a4 erst verschmähte um Druck gegen den weißen König zu erhalten. Zusätzlich verbuchte er zwei Mehrbauern verbuchen für sich. Das folgende Schwerfiguren-Endspiel schien mir recht ausgeglichen, irgendwie unterlief Uli aber ein taktischer Fehler, den Lilianne zum weißen Sieg ausnutzte. Hier ein Ausschnitt aus der Partie, Uli überlegt vermutlich gerade über Dd4 nach:

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In meiner eigenen Partie, Christian gegen Lorenzo, versuchte ich mit dem Londoner System mal eine neue Eröffnung, in der Lorenzo aber sehr gut mithielt. Im Mittelspiel erhielt ich gute Angriffsmöglichkeiten gegen Lorenzos rückständigen Bauern auf der halboffenen c-Linie, konnte aber nicht die richtige Fortsetzung finden. Ein Damenausflug nach a5 und a6 war auf jeden Fall inkorrekt, denn im folgenden Generalabtausch stand ich plötzlich mit schlechteren Karten da! Nach viereinhalb Stunden Spielzeit endeten wir im Damenendspiel mit jeweils drei Bauern am Königsflügel, das eigentlich totremis war. Lorenzo erlaubte allerdings Damentausch, verpasste es im Bauernendspiel seinen König in die Opposition zu bringen und musste gegen Mitternacht die - unverdiente - Niederlage quittieren.

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Zur Partie Stephan mit den weißen Steinen gegen Jason wurde schon anfangs berichtet: Jason, DWZ-Favorit des Turniers, kam zwar besser aus der Eröffnung heraus, schaffte es aber trotz vorteilhafter Stellung lange nicht, Stephans Bollwerk zu knacken. Stephan hatte im Läufer+Turm-Entspiel geschickt seine Bauern auf die richtigen Felder gestellt und jegliches Gegenspiel mit seinem Lg1 blockiert. Der schwarze Durchbruch gelang Jason dann leider erst mit Hilfe der Sperrstunde: Stephan verschlechterte unter Zeitdruck seine Stellung und gab sich im 78. Zug mit 15 Restminuten auf der Uhr freiwillig geschlagen. Alles in allem war Jasons Sieg aber nicht unverdient. Hier die entscheidende Stellung - Stephan zog eben 66. Le3 und ließ damit 66. ... Th2 zu, womit sich das Blatt für Jason wendete. Weiteres Abwarten mit dem Läufer auf g1 und Turmzügen auf der Grundreihe hätte vermutlich das Remis gehalten:

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Paarungen der 3. Runde

Ab der 3. Runde wird mit verkürzter Bedenkzeit gespielt: 90 Minuten für die ersten 40 Züge sowie 15 Minuten für den Rest der Partie. Für jeden Zug gibt es 30 Sekunden Zeitgutschrift.

Paarungsliste der 3. Runde
TischTNrTeilnehmerTitePunkte-TNrTeilnehmerTitePunkteErgebnisAt
1 1. Brozio,Jason   (2) - 2. Wied,Christian   (2) -  
2 13. Hannemann,Heiko   (1) - 6. Nasarek,Daniel   (1½) -  
3 10. Torricelli,Loren   (1) - 5. Ostwald,Tobias   (1) -  
4 4. Hösl,Stephan   (1) -   Auszeit     = - =  
5 9. Anderson,Viktor   (0) - 8. Müller,Lilianne   (1) -  
6 7. Glück,Ulrich   (0) -   Auszeit     = - =  
   
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